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töpfchentraining

Töpfchentraining

Die meisten Kinder sind im Alter von drei bis vier Jahren sauber. Tagsüber sind sie jedoch in der Regel schon sechs Monate früher trocken als nachts.

Einige Eltern erklären stolz, dass ihre Babys schon mit wenigen Monaten sauber seien, aber jedes Kind ist anders. Also, denken Sie daran: Sie nehmen an keinem Wettbewerb teil.

Die heutigen Wegwerfwindeln halten Babys und Kleinkinder so gut trocken, dass viele Kleinkinder erst sehr spät sauber werden, weil sie die Nässe nicht spüren.

Dies stützt die weit verbreitete Annahme, dass Babys, die mit wiederverwendbaren Windeln gewickelt werden, früher sauber seien, … weil sie die Nässe ja sofort spürten und deshalb neu gewickelt werden wollten.

Wie dem auch sei, Kleinkinder lernen erst im Alter zwischen achtzehn und vierundzwanzig Monaten, ihre Blase und die Schließmuskeln zu kontrollieren. Sind sie vorher sauber, ist das meistens Zufall. Es ist aber nicht weiter erstaunlich, dass das Sauberwerden ein Hauptgesprächsstoff unter Müttern ist, denn der Druck auf Kleinkinder, vor der Aufnahme in die Kinderkrippe oder den Kindergarten, sauber zu werden, ist sehr groß.

Beim Töpfchentraining ist Übung wichtig. Kaufen Sie deshalb, bevor Sie beginnen, ein Töpfchen, und stellen Sie es so hin, dass Ihr Kind es gut sieht und darauf sitzen üben kann. Je entspannter Sie bei der Einführung des Töpfchens vorgehen, desto besser.

Auf das Töpfchen zu gehen, sollte für Ihr Baby zu einem Teil seines Lebens und nicht zu einer Prüfung werden. Wenn es sich an seinen Anblick gewöhnt hat, können Sie es nach dem Essen auf sein Töpfchen setzen. Das ist der beste Zeitpunkt, weil Kleinkinder nach dem Essen häufig reflexartig Stuhldrang haben.

Loben Sie Ihr Kind, wenn es ins Töpfchen gemacht hat, denn dadurch wird es ermutigt, dies zu wiederholen. Schimpfen Sie auf gar keinen Fall, wenn es nicht geklappt hat, und ärgern Sie sich nicht, wenn Ihr Kind nicht still sitzen bleibt oder kurz nach dem Wickeln dann in die Windel macht.

Sauber zu werden, ist ein enormer Lernprozess für kleine Kinder. Lassen Sie Ihr Kind zusehen, wenn Sie zur Toilette gehen, dann kann es sich darauf freuen, es zu machen wie die Großen. Viele Kinder haben Angst, durch das große Loch in der Toilette zu verschwinden, deshalb sollten Sie einen Kindertoilettenaufsatz anschaffen, wenn Ihr Kind groß genug für den Wechsel ist.

Und weil kleine Jungs irgendwann bestimmt im Stehen Pipi machen wollen, benötigen Sie einen kleinen Hocker. Mit einem Kind zur Toilette zu gehen, sollte nie zur lästigen Pflicht werden, sondern immer ein positives Ereignis sein.

Tipps fürs Töpfchentraining

1. Loben Sie Ihr Kind nach jedem Versuch und ignorieren Sie Fehler.
2. Machen Sie aus dem Töpfchentraining etwas Angenehmes. Lassen Sie Ihr Kind in seinem Lieblingsbuch lesen, während es auf dem Töpfchen sitzt. Applaudieren Sie und freuen Sie sich über jeden Erfolg. Belohnen Sie Ihr Kind mit Kleinigkeiten, wenn es zusätzliche Ermutigung braucht.
3. Bringen Sie Ihr Kind nicht in Verlegenheit, indem Sie mit Freunden über seine Fortschritte sprechen, während es sich in Hörweite befindet. Sollte Ihr Kind etwas darüber erzählen wollen, kann es das selber tun. Zelebrieren Sie den Kauf von Unterhosen für „große Jungs und Mädchen“. Lassen Sie Ihr Kind die Unterhosen aussuchen, damit es stolz darauf sein kann, sie zu tragen. Und schimpfen Sie nicht, wenn doch mal etwas ins Höschen geht. Ein kleines Unterhöschen zu waschen, ist ja nicht so aufwendig.
4. Belasten Sie sich nicht mit einem großen Töpfchen in einer Tragetasche, wenn Sie unterwegs sind. Probieren Sie das Tommee Tippee Reisetöpfchen Potette aus, ein klappbares Töpfchen mit passenden Einlegetüten. Es ist schnell aufgebaut, und Sie brauchen sich keine Gedanken über die Entsorgung des Inhalts zu machen.
5. Zwingen Sie Ihr Kind nicht, vor dem Verlassen des Hauses zur Toilette zu gehen. Es kann seinen Drang noch nicht regulieren, und deshalb kann es auch nicht auf Anordnung zur Toilette gehen.